Das Projekt

Das Projekt «Sprachland – Förderung der Mehrsprachigkeit durch Linguistic Landscape» findet seine theoretischen Wurzeln in der Erforschung der sprachlich-semiotischen Zeichen im öffentlichen Raum (Linguistic Landscape).

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Ziele des Projekts

Das vom Bundesamt für Kultur geförderte Projekt verfolgt einerseits das Ziel, die Erstsprachen und die individuelle Mehrsprachigkeit der Schülerinnen und Schüler zu fördern, andererseits die Zusammenarbeit des multiprofessionellen Teams – bestehend aus den HSK-Lehrpersonen (für heimatliche Sprache und Kultur), Klassenlehrpersonen, Dozierenden und Studierenden – zu ermöglichen. Darüber hinaus möchte das Projekt die Potenziale von Linguistic Landscape als didaktisches Werkzeug ausschöpfen und Möglichkeiten ihrer Verwendung im Unterricht eröffnen.

Ebene der Schülerinnen und Schüler

  • Förderung der Erstsprachen sowie der individuellen Mehrsprachigkeit der Schülerinnen und Schüler durch die bewusste Wahrnehmung und Analyse von sichtbaren sprachlichen Zeichen im öffentlichen Raum;
  • Förderung der Multiliteralität durch die Auseinandersetzung mit den verschiedenen sprachlichen Zeichen;
  • Vertiefte Auseinandersetzung mit der eigenen sprachlichen und lokalen Identität (Dialekte und Idiome);
  • Eröffnung von ausserschulischen Lernorten durch die Exploration des eigenen sprachlichen Lebensraumes, des Quartiers sowie durch die Entwicklung eines virtuellen Raums (Website mit den Fotos von Zeichen im öffentlichen Raum und deren Interpretation);
  • Entschlüsselung von Bild und Text, von «Botschaften» im öffentlichen Raum (Förderung der visuellen Literalität);
  • Reflexion der eigenen Sprachen und der sprachlichen Vielfalt (language awareness);
  • Förderung der überfachlichen Kompetenzen wie selbstreguliertes Lernen;
  • Erforschung der Klanglandschaft (soundscape, deep listening, Liedkompositionen).
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Ebene der Institutionen

  • Förderung des Austauschs und der Zusammenarbeit unter den verschiedenen institutionellen Akteurinnen und Akteuren: HSK- und Klassenlehrpersonen, Dozierenden und Studierenden der PHSH sowie kantonalen Verantwortlichen für die HSK-Kurse, dem sogenannten «multiprofessionellem Team»;
  • Förderung der Integration der HSK-Lehrpersonen in den Regelunterricht;
  • Vermitteln von fachlichen Grundlagen der Mehrsprachigkeitsdidaktik (Einführung von Linguistic Landscape als Methode in der Mehrsprachigkeitsdidaktik);
  • Förderung des gerechten Umgangs mit sprachlich-kultureller Diversität.

Ebene der Gesellschaft

  • Entwicklung einer öffentlichen Website mit Fotos und gestalterischen Arbeiten der teilnehmenden Klassen und mit der Didaktisierung von Linguistic Landscape;
  • Wertschätzung der Erstsprachen der Schülerinnen und Schüler;
  • Bewusstmachen der sichtbaren Mehrsprachigkeit im öffentlichen Raum.
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